Samstag, 27. April 2019

Ostern (Karwoche) in Saragossa (Zaragoza)

Prozession vor der Basilika del Pilar
„Schnuddelbacke, lass uns Ostern in Zaragoza verbringen!“, schlägt Andreas voller Vorfreude vor. „Zaragoza!?“, meine Vorfreude hält sich doch eher in Grenzen. Insgeheim denke ich, wieso will er mich von der herrlichen Costa Brava in die 5 größte Stadt Spaniens, noch dazu in der trockenen Einöde auf dem Hochplateau gelegen, verschleppen!? Was bitte soll ich dort!? „Schnuddelbacke, du wirst das ganz authentische Spanien kennenlernen. Das hast du dir doch gewünscht!“

Im Norden Spaniens erhebt sich, am Ufer des Ebro gelegen, die unsterbliche Stadt Zaragoza, die Hauptstadt der Region Aragón. Eine gastfreundliche und dynamische Metropole deren 2000 Jahre alte Geschichte von Römern, Mauren, Juden und Christen geprägt wurde. Neben dem beeindruckenden historischen Erbe wie Basiliken, Kathedralen, Palästen, Tempeln uvm. wurden in Zaragoza die Tapas erfunden. Der Phantasie sind dabei keine Grenzen gesetzt ob mit katalanischem Käse und scharfer Fruchtkonfitüre, Blutwurst und karamellisierten Zwiebeln, Meeresfrüchten, Camenbert und scharfen Chorizo Würstchen, Artisschocken in Iberico Schinken umwickelt ......, diesen leckeren Häppchen kann man einfach nicht widerstehen. Dazu ein kühles Bier oder einen hervorragendes Glas Wein für 1,50 Euro. Im historischen Stadtkern in El Tubo, reiht sich eine Tapas Bar an die nächste, hier geht es recht lebhaft zu und braucht etwas Übung um an die Bar und die ersehnten Tapas zu gelangen. 

Ich liebe Tapas!
Ihr merkt schon, die Stadt hat mich mit ihrem Charme für sich eingenommen und daran sind nicht nur die Tapas Schuld! Hier erlebt man wirklich das spanische Spanien und der Geldbeutel wird auch sehr geschont. Besonders fasziniert mich allerdings die sogenannte Karwoche - Semana Santa, was soviel heißt wie Leiden mit Jesus. In der heiligen Woche „Semana Santa“, die von Palmsonntag bis Ostersonntag andauert, wird in unendlich vielen Prozessionen der Leidensgeschichte Christi und seines Todes gedacht. 16.000 Menschen aus 24 verschiedenen Bruderschaften und mit über 4000 Trommeln nehmen daran Teil. Und das müsst ihr euch so vorstellen:


Die Atmosphäre ist voller Spannung, die Luft knistert förmlich, Weihrauch liegt in der Luft und dann endlich öffnen sich langsam, quietschend die Türen der Kirche Santa Isabel. Büßer gekleidet in lange grüne, schwarze, lila, braune, gelbe ... Tuniken (je nach Bruderschaft) mit spitzen Hauben treten heraus. Das einzige was man von den Büßern unter ihrer Kleidung sehen kann, sind ihre Augen. Augen die ernst oder traurig blicken. 
Büßer
Die Büßer haben ihre Gesichter mit Spitzhauben bedeckt um anonym zu bleiben, denn lange Zeit war es ihnen verboten Buße abzulegen, aber auch um in ihrer Erinnerung an Christi nicht abgelenkt zu werden. Viele Menschen nutzen die Prozession um inne zu halten, über das vergangene Jahr nachzudenken und sich selbst wieder näher zu kommen.


Eine Dornenkrone wird auf einem Kissen getragen. Danach folgt eine Paso, eine mannshohe, schwere, antike, heilige Figur die von zwölf Männern in schaukelndem Gang getragen wird. Anschließend folgen die schwarz gekleideten Frauen, der Cofradia Congregación de Esclavas de Mariá Santísima de los Dolores. Die stolzen Spanierinnen sehen mit ihren schwarzen Mantillen aus spinnenwebfeinen Spitzen und den hohe Schildpattkämmen im schwarzen Haar sehr anmutend aus.

„Die schwarz gekleideten Frauen“
Trommeln und Pauken werden mit aller Wucht geschlagen. Dann Ruhe. Zuschauer und Prozessionsteilnehmer beten gemeinsam in einer kurzen Andacht vor der Kirche. Dann setzt sich die Prozession wieder in Bewegung.


Die ganze Stadt vibriert so hart werden die Trommeln geschlagen. Tag und Nacht, die ganze Woche lang, hören wir diese fast wütenden, kraftvollen, ohrenbetäubenden Trommelrhythmen die die Prozessionen begleiten und so anmuten als ob sich die Büßer alles Leid, Qualen und Trauer von der Seele trommeln. Manche schlagen so hart zu, dass die Hände bluten. Das Ganze wird auch „Das Brechen der Uhr“ oder „Das Zerschlagen der Stunde“ genannt. Der ohrenbetäubende Lärm soll an den Donner, der nach dem Tod von Jesus Christus ertönte, erinnern.
Die Tore der Kirche Santa Isabel öffnen sich 
Der Höhepunkt ist der Karfreitag mit der Prozession der heiligen Grablegung. Die verschiedenen Bruderschaften ziehen aus ihren Stammhäusern aus um an der einzigen gemeinsamen Prozession teilzunehmen. Der Schlussakt jeden Zuges (die sogenannte Recogida) sind sehr emotionsgeladen.


Also mein Fazit: Zaragoza ist eine Reise wert und zur Karwoche ist der Besuch ein ganz besonderes Erlebnis , auch wenn man sonst kein gläubiger Kirchengänger ist. Aber nun konzentrieren wir uns auf das nächste Flugziel, nämlich Avinyonet in der Nähe von Barcelona!

Eure Flieger 
Doreen  





Mittwoch, 10. April 2019

Viva Espana!

Landung Empuriabrava - Spanien
Endlich, es ist soweit, wir fliegen wieder. Nachdem wir ein paar Tage in den Pyrenäen, Andorra und der wunderschönen Camargue verbracht haben haben wir eine Gut-Wetterlücke erwischt und sind von Candillargues in Südfrankreich über die Pyrenäenausläufer nach Empuriabrava in Spanien geflogen. Exakt 7.07 Uhr wenige Minuten vor dem Sonnenaufgang sind wir wieder in die Lüfte abgehoben und nach einem 2-stündigen Flug in Empuriabrava gelandet. Der Flugplatz hier ist vor allem bekannt für sein aktives Sky - Dive Center. Als wir gegen 9.10 Uhr hier landeten steckten diese aber gerade in den Vorbereitungen, also kein Problem. Hier im sogenannten Venedig Spaniens, da der Ort von unzähligen Kanälen und Wasserstraßen durchzogen ist und direkt am Meer liegt, warten wir nun auf den nächsten perfekten Flugtag. Denn auch in Spanien könnte man sagen April, April der weiß nicht was er will! So wechseln sich momentan Sonnenschein mit heftigen Gewittergüssen ab und das Wetter bleibt etwas unberechenbar.

Videotagebuch Doreen 10.04.2019:


Hier ein paar Schnappschüsse unserer zwischenzeitlichen Erlebnisse:
So parkt man in den Pyrenäen!


































In der Region um Sète  / Bouzigues werden u.a. Austern gezüchtet. Das Fehlen von Gezeiten im Mittelmeer machte besondere Techniken erforderlich wie „die schwebende Zucht“, die durch aus Schienen bestehenden Tischen, Querbalken und gekreuzten Stangen gestützt wird.
Austernzucht Etang de Thau
Stilgerecht zu den Austern haben wir uns einen spritzigen Picpoul - trockenen französischen Weißwein aus der Region gegönnt. Andreas konnte es gar nicht erwarten seine erste Auster zu schlürfen. Danach hat er sich geschüttelt und seine restlichen 5 Austern durfte ich dann essen ;)!Übrigens kostest hier eine mittelgroße Auster gerade mal 70 Cent. Also für Austernliebhaber ein Muss.
Mir scheckt‘s!


































Beim Stierkampf war Andreas schon eher in seinem Element. Anders als beim spanischen Stierkampf wird beim Course Camarguaise (Stierkampf in Südfrankreich) der Stier nicht getötet. Alles beginnt mit dem „Abrivado“. Dabei werden die Stiere begleitet von Gardians (Hütern) auf weißen Manadepferden von den Weiden durch die engen Gassen des Ortes zur Arena begleitet. Das Ziel der Gardians ist es die Pferde und die Stiere zusammenzuhalten. Das Ziel der Leute ist es die Stiere abzulenken indem sie diese z.B. am Schwanz ziehen und so die Marschordnung aufzulösen.  
Abrivado in Maugio

Mein Beobachtungsposten



























































Beim Course Camarguaise geht es darum Trophäen von der Stirn und den Hörnern des Stieres herunterzuholen. Dabei steht sich im entscheidenden Moment ein Raseteur (Stierstreifer) und der Cocadier (der Trophäen tragende Stier) gegenüber. Ein absoluter Hochleistungssport, wenn sich die Raseteure mit kühnen Sprüngen aus der Arena vor dem angriffslustigen Stier retten. Allerdings springt manchmal der Stier direkt hinterher!
Der Raseteur versucht dem Stier eine Trophäe, die zwischen den Hörnern befestigt ist, abzunehmen.
 Danach rettet er sich mit einem tollkühnen Sprung über die rote Arenawand hinweg an die obere Geländerreeling.  
Schon der nächste Flug bringt uns in die Nähe von Barcelona!

Eure Trike Globetrotter
Doreen

Samstag, 9. Februar 2019

Von Fayence über Vinon nach Montpellier / Candillargues

Aurevoir Fayence






                                            Videotagebuch Doreen 09.02.2019

......und es gibt Sie tatsächlich, die Tage ohne Mistralwinde. Und so haben wir es an den letzten beiden Flugtagen von Fayence nach Vinon in der Provence, am Fuße der Alpen, und am nächsten Morgen gleich weiter bis nach Cardillargues bei Montpellier geschafft.

Warten bis die sonne das Eis vom Segel geschleckt hat!

Flugplätze Fayence 
Die sonnigen Tagestemperaturen ließen uns ganz vergessen das in der Nacht und am Morgen Minusgrade vorherrschen und so mussten wir vor dem Start in Fayence zunächst abwarten bis das Eis von unseren Tragflächen getaut war. 2 Stunden später als geplant starteten wir in Richtung Vinon. Wir mussten einige Militärgebiete über- bzw.  umfliegen und ein Militärjet sauste in Windeseile an uns vorüber.

Landeanflug Vinon
Precheck am Morgen in Vinon
Auch der Weiterflug von Vinon nach Cardillargues am nächsten Morgen verlief absolut ruhig. Nur beim Landeanflug über den Etang de l‘Or haben wir ein paar Flamingos aufgeschreckt. Allerdings waren die letzten beide Flüge eisig kalt, trotz unserer heizbaren Socken und Westen. Und Andreas hat sich einen dicken Schnupfen eingefangen, so das wir trotz strahlendem Sonnenschein den für heute geplanten Weiterflug nach Spanien erst einmal verschieben mussten. Aber auch für die nächste Woche sieht das Wetter ganz gut aus.
Sumpflandschaft vor Cardillargues
  Etang de L‘Or
Landeanflug Montpellier - Cardillargues

Bis dahin eure Trike Globetrotter
Doreen

Dienstag, 15. Januar 2019

Von Albenga über San Remo, Monaco, Nizza, Cannes nach Fayence

Skyline von Monaco


Was für ein atemberaubend schöner und aufregender Flug von Albenga über San Remo, das Fürstentum Monaco samt Montecarlo, Nizza, Cannes nach Fayence in Frankreich. Dort wo sich sonst zu gegebenen Anlässen die Schönen und Reichen tummeln und inszenieren sind Kröber und Zmuda einfach so übers Dach, oder besser gesagt Deck geflogen.  Auf der einen Seite die weißgepuderten Seealpen auf der anderen Seite das türkisblaue Mittelmeer und unter uns das berühmte Casino Montecarlo, der Hafen wo sich die „Böötchen“ gleich mit zwei Helicopterlandeplätzen an Deck tummeln  und die Formel Eins Rennstrecke entlang führt, das Schloß und das berühmte Stadion. Vor lauter Staunen vergesse ich sogar die Eiseskälte, zumindest für einen Augenblick.

rechts von uns die Schneebedeckten Seealpen

Links von uns  das türkisblaue Mittelmeer
Vor uns San Remo

Unter uns San Remo
Diese Eindrücke noch nicht verarbeitet taucht dann auch schon Nizza und Nizzas außergewöhnlicher Flughafen auf, denn die Landebahnen sind ins Meer gebaut. Noch schnell vorbei an Antibes und Cannes und schon reihen wir uns in die Platzrunde in Fayence ein. Juhu, wir haben Frankreich erreicht! Unser wievieltes Land? Wisst ihr es?

Monaco von oben mit Hefen, Casino, Rennstrecke, Schloß und Stadion

Blick auf das Casino Monte-Carlo 

Fürstenpalast Monaco 
Doch um von hier weiterzufliegen brauchen wir einen richtig guten Flugtag. Denn auf der Höhe von Montpellier wüten oft die sogenannten Mistralwinde. Aber ich bin optimistisch das auch hier unser Tag kommen wird, wir brauchen nur etwas Geduld. Allerdings ist Geduld bekanntermaßen nicht gerade Andreas seine Stärke  ;).
Nizza samt Flughafen

Allianz Arena Nizza 
Flugplatz Fayence

Aurevoir eure Trike Globetrotter

Doreen

Fast hätte ich es vergessen, so sehen Mistralwinde aus!


Montag, 7. Januar 2019

Ein Traumhaftes Jahr 2019



Happy New Year!!!!!!!!!


Bitte das Video anklicken!

Na, was habt ihr euch denn so für das neue Jahr vorgenommen? Klar das sollte man natürlich nicht verraten. Für uns rückt Afrika in Sichtweite und dort sowohl auf dem Weg dorthin werden bestimmt wieder viele Abenteuer auf uns warten.

Nach einem wirklich „a.......kalten“ Flug von Genoa nach Albenga in 3500 ft Höhe, entlang der ligurischen Küste und den schneebedeckten Seealpen sind wir nun noch einen Flug von Frankreich entfernt und wir freuen uns schon auf die schöne Côte d‘Azur und ein paar sonnnigere Grade. Bis dahin genießen wir noch etwas das Dolce Vita Italiens in Albengas schöner Altstadt.
Morgenstimmung Flugplatz Genoa - Küstenwache zieht Patrouille
















Take Off Genoa
Kreuzfahrthafen von Savona und dahinter die schneebedeckten Seealpan
Flugplatz Albenga
































































Bis bald eure Trike Globetrotter
Andreas und Doreen 

Mittwoch, 26. Dezember 2018

Frohe Weihnachten - Bueno Feste

Auf das Video klicken

Es ist Sonntag der 23.12.2018. Ein Blick in den Himmel und ich sah tiefe, dunkle Wolken, die schnell vorbeizogen und die Bergspitzen waren nicht mehr zu sehen. Also bei solch einer Wetterlage sind wir noch nie geflogen und dann übers Meer und die Alpen / Appeninnen, keine Notlandeplätze und der Zielflughafen Albenga liegt umringt von Bergen. Andreas ist auch skeptisch, aber der Meteorologe aus Pisa und aus Mailand sagt: „Kein Problem heute, kein Regen, kein Wind, absolut stabile Luft. Also wagen wir den Flug von Genua nach Albenga. Ein Fehler! Gleich beim Start ist es turbulent. Andreas kämpft sich voran aber es wird immer schlimmer. Downwinde ziehen uns 300m nach unten. Umkehr!

So verbringen wir das Weihnachtsfest in Genua und mal sehen ob wir Silvester auch noch hier sind!?

Frohe Weihnachten eure Trike Globetrotter
Andreas und Doreen

Samstag, 22. Dezember 2018

Mit Frostbeulen nach Genua

Landeanflug Genua
Heute also der zweite Versuch vorbei an Massa nach Albenga zu fliegen. Heute Morgen ist es so richtig arschkalt hier. Bitte entschuldigt den vulgären Ausdruck, aber das trifft es einfach. Bodenfrost und die Graspiste ist mit hübsch glitzerndem, weißen Rauhreif überzogen. Ich klappere jetzt schon vor Kälte. Aber Andreas, der will ja unbedingt bis nach Albenga fliegen 2 Stunden und 40 Minuten. Erst nach einigen Startversuchen springt der Motor endlich an und auf geht es zunächst in Richtung Massa.

Take Off auf dem Flugplatz Valdera bei Frost




















Es ist ein anspruchsvoller Flug, der Andreas alles abverlangt. Wir passieren mehrere Kontrollzonen und im Funk geht es hoch her. Wir sind auf der Höhe der Seealpen angelangt und überfliegen gerade den Flugplatz Massa. Heute ist tatsächlich alles ruhig. Keine Turbulenzen. Unsere Flughöhe beträgt zwischen 3000 und 4000 ft. Verdammt eisig. Ich bewege mich kaum und fühle mich nicht imstande auch nur ein Foto zu schießen. Dabei sind die Ausblicke und das Licht fantastisch.
Überflug Flugplatz Massa

Nur wenige Minuten nachdem wir die Berge erreicht haben kommen auch noch Wolken dazu. „Frierst du?“, will Andreas schon wieder von mir wissen. „Nein, ich halte es aus!“, dabei klappern mir die Zähne. „Also ich lande in Genua“, sagt Andreas. „Mir frieren hier die Füße ab!“ Und schon beginnt er mit dem Sinkflug, denn wir müssen unter die Wolken kommen.
 Zuerst die Berge!
Und dann die Wolken!
Durchstoß durch die Wolken hinab

Der Landeanflug auf Genua ist atemberaubend. Die Sonne strahlt den alten Hafen und die Stadt an. Wir passieren den historischen Leuchtturm und fliegen über das gewaltige Hafengelände hinweg bereit zur Landung. Die Landepiste endet und beginnt am Meer. Gerade jetzt wird es auch noch turbulent. Aber die Piste ist breit und lang und Andreas bringt uns gut runter. „N217TG ihre Parkposition ist ....“. Andreas hat andere Pläne: „....bitte um Erlaubnis gleich beim Flugclub zuparken.“
Blick auf den „alten Hafen“ und die Altstadt Genuas

Landeanflug über Genuas Hafen

Landepiste in Sicht

Kaum unten kommt auch hier ein Flughafenvetantwortlichet angesaust und erklärt uns das hier keine Ultraleichtflugzeuge landen dürfen. Der letzte ULM Pilot musste seinen Flieger in alle Einzelteile zerlegen und vom Flughafengelände schaffen, da er keine Starterlaubnis bekommen hat. Frohe Weihnachten, denke ich. Andreas verschwindet mit den wichtigen Leuten und nach Rücksprache mit dem Direktor der ENAC, dem Flughafendirektor u.v.a. ist nunn klar wir sind ein Leichtsportflugzeug.    Der Flughafen hat unsere Landung nun sogar stolz auf seiner Webseite gepostet. Also wieder einmal Ende gut alles gut.
Blick auf Genua





















Blick auf den Leuchtturm und die Stadt Genua

Ein paar Tage erkunden wir nun in Genuas imposanter Altstadt, mit hunderten von prächtigen Palazzos und Kirchen, bevor wir am Sonntag nach Albenga fliegen und dort Weihnachten verbringen werden.

Eure Trike Globetrotter
Doreen

Freitag, 21. Dezember 2018

Weihnachtsfreuden beim Flugclub in Valdera

„Horch was kommt von oben runter...“

Auch wenn wir nun ein kurzes Stück rückwärts fliegen mussten -denn ein Zmuda fliegt ja schließlich niemals zurück- sind wir froh nun beim Flugclub in Valdera zu sein. Mehr hätten wir nach dem gestrigen turbulenten Flug / -tag auch nicht geschafft. Dieser kurze, ruhige, ganz normale Flug war sehr wichtig für uns.

Italienischer Tannenbaum







































Barbara und die Mitglieder vom Flugclub Valdera bereiten uns ein herzliches Willkommen. Viele
sind da um uns landen zu sehen und einfach Barbara„Buongiorno“ zu sagen. Von einem Helicopterpiloten erfahren wir, das gestern der schlechteste Flugtag überhaupt in Richung Massa war und das kommt wohl nur 3 mal im Jahr vor. Volltreffer also! Er ist an dieser Stelle mit seinem Helicopter schon 4000ft abgesackt und er hat gestern alle Flugzeuge am Boden gehalten. Schuld sind bestimmte Winde. Für Mailand waren Turbulenzen vorausgesagt, aber Mailand ist ja unendlich weit weg, hinter den Bergen noch, trotzdem reichen diese dann bis hierher an die Küste.

Wann kommt denn nun der Weihnachtsmann mit seinem fliegenden Rentierschlitten?
                                                                 
       
Wir waren brav und haben keine Rute bekommen!
























Im Flugclub in Valdera ist alles schon sehr weihnachtlich. Die ganze Zufahrtsallee zum Flugplatz ist reichlich  geschmückt. Pro Baum eine Kugel, aber die Zufahrt ist ja auch lang. Sonntag waren wir zum Weihnachtsessen beim Flugclub eingeladen. Das erste Mal seit unserer Zeit in Italien schaffen wir es ein echtes italienisches 5 - Gänge Menü zu verspeisen. Ich zähle mal auf was es da alles gab:

0) Empfang mit Apperitiv (Fruchtpunsch) und Gebäck
1) gemischte Vorspeisenplatten mit Salami, Schinken, Champignons mit Pecorino und Olivenöl,
Bruschetta mit Lachs-, Leber- und Hühnchenpatét dazu Rotwein
2) Tomaten- / Gemüsesuppe
3) Gnochi in Creme mit Nüssen und Makkoroni Ragu
4) zarter Braten mit Ofenkartoffeln
5) Riesentorte mit Himbeeren und süßen Sekt und Kaffee

Lecker! Danach erst einmal 3 Wochen Diät, ihr wisst ja wegen dem Fluggewicht.

Weihnachtsmärchenstunde
Es gibt Weihnachstkuchen und Saft

Lecker!






















Am nächsten Tag, am Montag, warten 300 Kinder mit roten Zipfelmützen und leuchtenden Kulleraugen auf dem Flugplatz Valdera darauf, das der Weihnachstmann endlich angeflogen kommt. Und: „Horch was flattert da von oben heran?“, in einer fliegenden, rot geschmückten Rentierkutsche braust der Weihnachtsmann zu uns hinab. Auch meine Augen glänzen!





Dienstag geht es für uns weiter. Andreas will trotz der frostigen Temperaturen bis nach Albenga fliegen. Das bedeutet 2,5 Flugzeit, da müssen wir uns warm anziehen.

Eure Trike Globetrotter
Doreen