Montag, 20. Mai 2019

Zwischen Formel eins und Cava

Take Off zum Sonnenaufgang über Malgrat de Mar - Costa de Maresme
Nach einer noch recht kalten Nacht auf dem Flughafen in Palafolls haben wir wieder einen tollen Flug zunächst die Costa Maresme entlang, dann der Costa Dorada folgend und vorbei an Barcelona. Den „Circuit de Barcelona“, wo gestern noch Sebastian Vettel und Kollegen ihre schnellen Runden drehten und sich die Silberpfeile, Red Bull und Ferrari ein spannendes Rennen lieferten, das schauen wir uns während dem Flug ganz genau von oben an. Und dann überfliegen wir schon das Penedés Gebiet, das größte Wein- und Sektanbaugebiet Kataloniens. Auf ein Gläschen trockenen, frisch sprudelnden Grand Reserva freue ich mich jedenfalls schon jetzt. Auch unser Zielflughafen in Avinyonet de Penedés liegt inmitten der Weinhügel und mit traumhaften Ausblicken auf den Montserrat, den Hausberg Kataloniens mit seinen unzähligen Zacken und dem berühmten Kloster am Fuße.

Die Silhouette von Barcelona

Überflug über die Formel eins Rennstrecke Barcelona
Circuit de Barcelona
Da wir gerade erst aufgetaut sind, von der Kälte der letzten Nacht, verwerfen wir das mit dem Zelten am Flughafen und bevorzugen ein warmes Bettchen in Vilafranca de Penedès, dem Herz / Hauptort der Weinregion. Und hier tauchen wir ein in das wirkliche Katalonien, fernab aller Touristenströme. Die Bewohner sind sehr stolze, aber auch sehr freundliche Leute und überall in der Stadt weht das Wahrzeichen Kataloniens.

Penedès Weinregion
Modernes Weingut in Penedèd
Schon der nächste Flug bringt uns Madrid ein Stückchen näher. Das Ziel ist Castellòn und die Asphaltpiste liegt direkt an einem Traumstrand.

„Montserrat“
Flughafen Avinyonet de Penedès
„Schnuddelbacke, walte deines Amtes - auspacken!“



Bis dahin eure Flieger
Doreen 

Montag, 6. Mai 2019

Von der Costa Brava bis zur Costa del Maresme


Unter und Lloret de Mar
Was für ein herrlicher Flug! Nach einem „Take Off“ in den Sonnenaufgang hinein fliegen wir von Empuriabrava aus immer die Costa Brava entlang, vorbei an Tossa, Lloret de Mar, Santa Christina, Blanes bis nach Palafolls.


            Videotagebuch Doreen 02.05.2019

Wir genießen die herrlichen Ausblicke auf die bizarr geformte, zerklüftete Küste mit den weißen Sandbuchten, umgeben von grünen Pinienwäldern und eingebettet in das türkisblaue Mittelmeer. Das Wasser ist so klar, so das ich sogar von hier oben bis zum Grund sehen kann. Nun zumindest genieße ich den Flug, denn mit Notlandeplätzen sieht es hier an diesem Küstenabschnitt nicht so gut aus und ihr könnt Andreas seine Anspannung bestimmt nachempfinden.
Notlandeplätze sind nicht so einfach auszumachen
Aber fliegt doch einfach mal ein Stück mit uns mit und genießt ebenfalls die Blicke auf die Traumküste Spaniens, hier in Katalonien.

Costa Brava






















Endlose Strände




















Zerklüftete Küste mit kleinen Strandbuchten - Costa Brava




















Blick auf Lloret de Mar




















Blick auf Tossa
Ich liebe das Meer und den Strand und freue mich das wir ein paar Tage hier in Malgrat de Mar, was schon zur Costa del Maresme gehört, verbringen. Es ist nicht der schönste Ort, aber der Strand und das Meer sind auch hier bezaubernd. Ausnahmsweise haben wir uns in einem 4 Sterne Pauschaltouristenstrandhotel eingescheckt, denn eine Übernachtung inklusive Halbpension gibt es hier schon für den ganz kleinen Geldbeutel.
Landeanflug Aeroclub in Palafolls
Der nächste Flug wird uns aber nun nach Avioneyta bringen. Wann? Bestimmt bald 😎 . Viele Grüße auch vom Kapitän Andreas - der ja niemals gestresst ist!
Wenigstens  gibt es hier keine verfrühten Eisheiligen! 


































Eure Trike Globetrotter
Doreen

Samstag, 27. April 2019

Ostern (Karwoche) in Saragossa (Zaragoza)

Prozession vor der Basilika del Pilar
„Schnuddelbacke, lass uns Ostern in Zaragoza verbringen!“, schlägt Andreas voller Vorfreude vor. „Zaragoza!?“, meine Vorfreude hält sich doch eher in Grenzen. Insgeheim denke ich, wieso will er mich von der herrlichen Costa Brava in die 5 größte Stadt Spaniens, noch dazu in der trockenen Einöde auf dem Hochplateau gelegen, verschleppen!? Was bitte soll ich dort!? „Schnuddelbacke, du wirst das ganz authentische Spanien kennenlernen. Das hast du dir doch gewünscht!“

Im Norden Spaniens erhebt sich, am Ufer des Ebro gelegen, die unsterbliche Stadt Zaragoza, die Hauptstadt der Region Aragón. Eine gastfreundliche und dynamische Metropole deren 2000 Jahre alte Geschichte von Römern, Mauren, Juden und Christen geprägt wurde. Neben dem beeindruckenden historischen Erbe wie Basiliken, Kathedralen, Palästen, Tempeln uvm. wurden in Zaragoza die Tapas erfunden. Der Phantasie sind dabei keine Grenzen gesetzt ob mit katalanischem Käse und scharfer Fruchtkonfitüre, Blutwurst und karamellisierten Zwiebeln, Meeresfrüchten, Camenbert und scharfen Chorizo Würstchen, Artisschocken in Iberico Schinken umwickelt ......, diesen leckeren Häppchen kann man einfach nicht widerstehen. Dazu ein kühles Bier oder einen hervorragendes Glas Wein für 1,50 Euro. Im historischen Stadtkern in El Tubo, reiht sich eine Tapas Bar an die nächste, hier geht es recht lebhaft zu und braucht etwas Übung um an die Bar und die ersehnten Tapas zu gelangen. 

Ich liebe Tapas!
Ihr merkt schon, die Stadt hat mich mit ihrem Charme für sich eingenommen und daran sind nicht nur die Tapas Schuld! Hier erlebt man wirklich das spanische Spanien und der Geldbeutel wird auch sehr geschont. Besonders fasziniert mich allerdings die sogenannte Karwoche - Semana Santa, was soviel heißt wie Leiden mit Jesus. In der heiligen Woche „Semana Santa“, die von Palmsonntag bis Ostersonntag andauert, wird in unendlich vielen Prozessionen der Leidensgeschichte Christi und seines Todes gedacht. 16.000 Menschen aus 24 verschiedenen Bruderschaften und mit über 4000 Trommeln nehmen daran Teil. Und das müsst ihr euch so vorstellen:


Die Atmosphäre ist voller Spannung, die Luft knistert förmlich, Weihrauch liegt in der Luft und dann endlich öffnen sich langsam, quietschend die Türen der Kirche Santa Isabel. Büßer gekleidet in lange grüne, schwarze, lila, braune, gelbe ... Tuniken (je nach Bruderschaft) mit spitzen Hauben treten heraus. Das einzige was man von den Büßern unter ihrer Kleidung sehen kann, sind ihre Augen. Augen die ernst oder traurig blicken. 
Büßer
Die Büßer haben ihre Gesichter mit Spitzhauben bedeckt um anonym zu bleiben, denn lange Zeit war es ihnen verboten Buße abzulegen, aber auch um in ihrer Erinnerung an Christi nicht abgelenkt zu werden. Viele Menschen nutzen die Prozession um inne zu halten, über das vergangene Jahr nachzudenken und sich selbst wieder näher zu kommen.


Eine Dornenkrone wird auf einem Kissen getragen. Danach folgt eine Paso, eine mannshohe, schwere, antike, heilige Figur die von zwölf Männern in schaukelndem Gang getragen wird. Anschließend folgen die schwarz gekleideten Frauen, der Cofradia Congregación de Esclavas de Mariá Santísima de los Dolores. Die stolzen Spanierinnen sehen mit ihren schwarzen Mantillen aus spinnenwebfeinen Spitzen und den hohe Schildpattkämmen im schwarzen Haar sehr anmutend aus.

„Die schwarz gekleideten Frauen“
Trommeln und Pauken werden mit aller Wucht geschlagen. Dann Ruhe. Zuschauer und Prozessionsteilnehmer beten gemeinsam in einer kurzen Andacht vor der Kirche. Dann setzt sich die Prozession wieder in Bewegung.


Die ganze Stadt vibriert so hart werden die Trommeln geschlagen. Tag und Nacht, die ganze Woche lang, hören wir diese fast wütenden, kraftvollen, ohrenbetäubenden Trommelrhythmen die die Prozessionen begleiten und so anmuten als ob sich die Büßer alles Leid, Qualen und Trauer von der Seele trommeln. Manche schlagen so hart zu, dass die Hände bluten. Das Ganze wird auch „Das Brechen der Uhr“ oder „Das Zerschlagen der Stunde“ genannt. Der ohrenbetäubende Lärm soll an den Donner, der nach dem Tod von Jesus Christus ertönte, erinnern.
Die Tore der Kirche Santa Isabel öffnen sich 
Der Höhepunkt ist der Karfreitag mit der Prozession der heiligen Grablegung. Die verschiedenen Bruderschaften ziehen aus ihren Stammhäusern aus um an der einzigen gemeinsamen Prozession teilzunehmen. Der Schlussakt jeden Zuges (die sogenannte Recogida) sind sehr emotionsgeladen.


Also mein Fazit: Zaragoza ist eine Reise wert und zur Karwoche ist der Besuch ein ganz besonderes Erlebnis , auch wenn man sonst kein gläubiger Kirchengänger ist. Aber nun konzentrieren wir uns auf das nächste Flugziel, nämlich Avinyonet in der Nähe von Barcelona!

Eure Flieger 
Doreen  





Mittwoch, 10. April 2019

Viva Espana!

Landung Empuriabrava - Spanien
Endlich, es ist soweit, wir fliegen wieder. Nachdem wir ein paar Tage in den Pyrenäen, Andorra und der wunderschönen Camargue verbracht haben haben wir eine Gut-Wetterlücke erwischt und sind von Candillargues in Südfrankreich über die Pyrenäenausläufer nach Empuriabrava in Spanien geflogen. Exakt 7.07 Uhr wenige Minuten vor dem Sonnenaufgang sind wir wieder in die Lüfte abgehoben und nach einem 2-stündigen Flug in Empuriabrava gelandet. Der Flugplatz hier ist vor allem bekannt für sein aktives Sky - Dive Center. Als wir gegen 9.10 Uhr hier landeten steckten diese aber gerade in den Vorbereitungen, also kein Problem. Hier im sogenannten Venedig Spaniens, da der Ort von unzähligen Kanälen und Wasserstraßen durchzogen ist und direkt am Meer liegt, warten wir nun auf den nächsten perfekten Flugtag. Denn auch in Spanien könnte man sagen April, April der weiß nicht was er will! So wechseln sich momentan Sonnenschein mit heftigen Gewittergüssen ab und das Wetter bleibt etwas unberechenbar.

Videotagebuch Doreen 10.04.2019:


Hier ein paar Schnappschüsse unserer zwischenzeitlichen Erlebnisse:
So parkt man in den Pyrenäen!


































In der Region um Sète  / Bouzigues werden u.a. Austern gezüchtet. Das Fehlen von Gezeiten im Mittelmeer machte besondere Techniken erforderlich wie „die schwebende Zucht“, die durch aus Schienen bestehenden Tischen, Querbalken und gekreuzten Stangen gestützt wird.
Austernzucht Etang de Thau
Stilgerecht zu den Austern haben wir uns einen spritzigen Picpoul - trockenen französischen Weißwein aus der Region gegönnt. Andreas konnte es gar nicht erwarten seine erste Auster zu schlürfen. Danach hat er sich geschüttelt und seine restlichen 5 Austern durfte ich dann essen ;)!Übrigens kostest hier eine mittelgroße Auster gerade mal 70 Cent. Also für Austernliebhaber ein Muss.
Mir scheckt‘s!


































Beim Stierkampf war Andreas schon eher in seinem Element. Anders als beim spanischen Stierkampf wird beim Course Camarguaise (Stierkampf in Südfrankreich) der Stier nicht getötet. Alles beginnt mit dem „Abrivado“. Dabei werden die Stiere begleitet von Gardians (Hütern) auf weißen Manadepferden von den Weiden durch die engen Gassen des Ortes zur Arena begleitet. Das Ziel der Gardians ist es die Pferde und die Stiere zusammenzuhalten. Das Ziel der Leute ist es die Stiere abzulenken indem sie diese z.B. am Schwanz ziehen und so die Marschordnung aufzulösen.  
Abrivado in Maugio

Mein Beobachtungsposten



























































Beim Course Camarguaise geht es darum Trophäen von der Stirn und den Hörnern des Stieres herunterzuholen. Dabei steht sich im entscheidenden Moment ein Raseteur (Stierstreifer) und der Cocadier (der Trophäen tragende Stier) gegenüber. Ein absoluter Hochleistungssport, wenn sich die Raseteure mit kühnen Sprüngen aus der Arena vor dem angriffslustigen Stier retten. Allerdings springt manchmal der Stier direkt hinterher!
Der Raseteur versucht dem Stier eine Trophäe, die zwischen den Hörnern befestigt ist, abzunehmen.
 Danach rettet er sich mit einem tollkühnen Sprung über die rote Arenawand hinweg an die obere Geländerreeling.  
Schon der nächste Flug bringt uns in die Nähe von Barcelona!

Eure Trike Globetrotter
Doreen

Samstag, 9. Februar 2019

Von Fayence über Vinon nach Montpellier / Candillargues

Aurevoir Fayence






                                            Videotagebuch Doreen 09.02.2019

......und es gibt Sie tatsächlich, die Tage ohne Mistralwinde. Und so haben wir es an den letzten beiden Flugtagen von Fayence nach Vinon in der Provence, am Fuße der Alpen, und am nächsten Morgen gleich weiter bis nach Cardillargues bei Montpellier geschafft.

Warten bis die sonne das Eis vom Segel geschleckt hat!

Flugplätze Fayence 
Die sonnigen Tagestemperaturen ließen uns ganz vergessen das in der Nacht und am Morgen Minusgrade vorherrschen und so mussten wir vor dem Start in Fayence zunächst abwarten bis das Eis von unseren Tragflächen getaut war. 2 Stunden später als geplant starteten wir in Richtung Vinon. Wir mussten einige Militärgebiete über- bzw.  umfliegen und ein Militärjet sauste in Windeseile an uns vorüber.

Landeanflug Vinon
Precheck am Morgen in Vinon
Auch der Weiterflug von Vinon nach Cardillargues am nächsten Morgen verlief absolut ruhig. Nur beim Landeanflug über den Etang de l‘Or haben wir ein paar Flamingos aufgeschreckt. Allerdings waren die letzten beide Flüge eisig kalt, trotz unserer heizbaren Socken und Westen. Und Andreas hat sich einen dicken Schnupfen eingefangen, so das wir trotz strahlendem Sonnenschein den für heute geplanten Weiterflug nach Spanien erst einmal verschieben mussten. Aber auch für die nächste Woche sieht das Wetter ganz gut aus.
Sumpflandschaft vor Cardillargues
  Etang de L‘Or
Landeanflug Montpellier - Cardillargues

Bis dahin eure Trike Globetrotter
Doreen

Dienstag, 15. Januar 2019

Von Albenga über San Remo, Monaco, Nizza, Cannes nach Fayence

Skyline von Monaco


Was für ein atemberaubend schöner und aufregender Flug von Albenga über San Remo, das Fürstentum Monaco samt Montecarlo, Nizza, Cannes nach Fayence in Frankreich. Dort wo sich sonst zu gegebenen Anlässen die Schönen und Reichen tummeln und inszenieren sind Kröber und Zmuda einfach so übers Dach, oder besser gesagt Deck geflogen.  Auf der einen Seite die weißgepuderten Seealpen auf der anderen Seite das türkisblaue Mittelmeer und unter uns das berühmte Casino Montecarlo, der Hafen wo sich die „Böötchen“ gleich mit zwei Helicopterlandeplätzen an Deck tummeln  und die Formel Eins Rennstrecke entlang führt, das Schloß und das berühmte Stadion. Vor lauter Staunen vergesse ich sogar die Eiseskälte, zumindest für einen Augenblick.

rechts von uns die Schneebedeckten Seealpen

Links von uns  das türkisblaue Mittelmeer
Vor uns San Remo

Unter uns San Remo
Diese Eindrücke noch nicht verarbeitet taucht dann auch schon Nizza und Nizzas außergewöhnlicher Flughafen auf, denn die Landebahnen sind ins Meer gebaut. Noch schnell vorbei an Antibes und Cannes und schon reihen wir uns in die Platzrunde in Fayence ein. Juhu, wir haben Frankreich erreicht! Unser wievieltes Land? Wisst ihr es?

Monaco von oben mit Hefen, Casino, Rennstrecke, Schloß und Stadion

Blick auf das Casino Monte-Carlo 

Fürstenpalast Monaco 
Doch um von hier weiterzufliegen brauchen wir einen richtig guten Flugtag. Denn auf der Höhe von Montpellier wüten oft die sogenannten Mistralwinde. Aber ich bin optimistisch das auch hier unser Tag kommen wird, wir brauchen nur etwas Geduld. Allerdings ist Geduld bekanntermaßen nicht gerade Andreas seine Stärke  ;).
Nizza samt Flughafen

Allianz Arena Nizza 
Flugplatz Fayence

Aurevoir eure Trike Globetrotter

Doreen

Fast hätte ich es vergessen, so sehen Mistralwinde aus!